Samstag, 18. Februar 2012

Gelesen: Die Karte meiner Träume


T. S. Spivet ist 12 Jahre alt und ein Klugscheißer. Er ist nicht das, was man als "normales Kind" bezeichnen würde. Keines von den Kindern, die es Erwachsenen einfach machen. In seinem Schlafzimmer sind an drei Wänden Regale voller Notizbücher aufgestellt - farblich sortiert. In diesen Notizbüchern hält T. S. sein Leben in Montana in Form von Karten fest. Er skizziert, kartiert und dokumentiert alles: Die Landschaft von Montana, wo er lebt, wie seine Schwester Mais putzt, Gesichtsausdrücke Erwachsener und den Whiskykonsum seines Vaters. Seine Genauigkeit bringen ihm einen Nebenjob ein: Für das Smithsonian Institute in Washington fertigt er Skizzen, Diagramme und Karten.

Schließlich soll er mit einem Preis ausgezeichnet werden. Nur weiß dort niemand, dass T. S. erst 12 Jahre alt ist. Da auch seine Eltern nichts von seiner Beschäftigung dort wissen, steht er vor dem Problem, nach Washington zu kommen...

"Die Karte meiner Träume" ist im Stil eines Reisetagebuches verfasst. Während seiner Reise berichtet T. S. aus seinem Leben vor der Reise. Das Buch wird dabei zum Notizbuch. Auf fast jeder Seite finden sich Skizzen, Randbemerkungen, Notizen, die man zwar übergehen kann, aber das Buch ausmachen, und deswegen eigentlich auch mitgelesen werden müssen, weil sie den Charme des Buches ausmachen. Ich habe es verschlungen, aber "mal eben" lässt es sich nicht lesen, weil die vielen Randbemerkungen den Lesefluss recht häufig unterbrechen.

"Die Karte meiner Träume" ist ein Buch über Heimat und darüber, dass nicht alles ist, wie es zunächst scheint. Absolute Leseempfehlung!

Reif Larsen: Die Karte meiner Träume, Fischer Verlag
ISBN: 3100448111(gebundene Ausgabe), 3596184444 (Taschenbuch)

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