Mittwoch, 28. März 2012

gelesen: Der Bastard von Berg

Schloss Burg im Jahr 1225: Das Leben des siebzehnjährigen Martin nimmt eine unerwartete Wendung, als er vom armen Müllerssohn zum Knappen des Grafen Engelbert, des Erzbischofs von Köln, avanciert. Vor Martin tut sich eine neue Welt auf. Doch das Leben am Hof ist keineswegs nur angenehm, denn Graf Engelbert hat unzählige Feinde, die ihm seine Macht neiden. Schließlich kommt Martin einer Verschwörung auf die Spur, bei der es um nichts Geringeres als die Ermordung Engelberts geht ...

  • Historische Romane und Krimis mag ich ja echt gern. Hier kommt beides zusammen, spielt dazu noch in der direkten Umgebung und behandelt zwei Menschen, nach denen hier in meiner Ecke Straßen benannt wurden, und keiner weiß, warum ;)
  • Es geht im Großen und Ganzen um zwei Geschichten: Einerseits den tatsächlich stattgefundenen Erbstreit zwischen den Grafen von Berg und Limburg. Andererseits eine fiktive Handlung, in der es um die Herkunft des Kölner Erzbischofs Engelbert I., gleichzeitig Graf von Berg, sowie dessen Sohn Martin geht.
  • Das Ende der ersten Geschichte ist leicht nachzulesen: Der Erbstreit wird durch die Ermordung des Erzbischofs bei einem Hinterhalt in Gevelsberg gelöst. Die zweite Geschichte macht den eigentlichen Krimi aus, ist aber an und für sich auch von Anfang an leicht zu erraten.
  • Nichtsdestotrotz sprachlich schön, manchmal ein bisschen schnodderig geschrieben, bleibt "Der Bastard von Berg" spannend, auch wenn man die Enden beider Handlungen schon kennt. Bestimmt gibt es die eine oder andere historische Ungenauigkeit, vor allem was Sprache und Verhaltensweisen angeht. Das tut der Geschichte aber keinen Abbruch. Insgesamt entsteht ein stimmiges Bild des mittelalterlichen Lebens in der Stadt und auf dem Land, die Intrigen sind gut gestrickt und es bleibt durchweg spannend.
  • Taschenbuch (416 Seiten), Goldmann Verlag (20. Oktober 2008)
  • ISBN: 3442468914

Eine Leseprobe gibt es hier

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