Dienstag, 15. Mai 2012

Urlaubsrückblick :)

Ich habs glaub ich oft genug gesagt....: Ich war im Uuuuurlaub! Ich finde das deswegen so toll, weil mein letzter "richtiger" Urlaub 2000 auf Mallorca war. Ich hoffe, der nächste lässt jetzt nicht wieder 12 Jahre auf sich warten...

Ich war eine Woche auf Malta, und es war wirklich toll. Malta ist eigentlich nicht viel mehr als ein Kalksteinfelsen im Mittelmeer, südlich von Sizilien. Eigentlich sogar drei Kalksteinfelsen, Gozo und Comino nebst einigen noch kleineren Felsen gehören auch dazu. Malta hat insgesamt (mit Gozo und den fünf festen Bewohnern von Comino) nur knapp 400.000 Einwohner, die Hauptstadt Valletta 6.300. Valletta ist die einzige völlig befestigte Hauptstadt der Welt, kleinste Hauptstadt Europas und in Gänze als Gesamtmonument UNESCO-Weltkulturerbe.
Malta, Gozo und Comino (wikipedia.de)
Wir haben auf Malta bei schönen knapp 30 Grad eine Woche verbracht. Geschlafen (und viel mehr tatsächlich nicht) haben wir im Hotel Bayview an der Hafenpromenade von Sliema. Sicher kein Luxushaus, aber wenn man tatsächlich nur schlafen und frühstücken will, völlig in Ordnung. Wir hatten ein Zimmer mit Meerblick, was dort heißt, Blick über einen der beiden Naturhäfen, die Valletta umgeben. Heißt aber auch, Zimmer zur relativ stark befahrenen Hauptstraße Sliemas. Bei geschlossenem Fenster hält sich der Geräuschpegel aber in Grenzen.

Blick von der Dachterrasse nach Valletta
Von dort aus hatten wir einen super Ausgangspunkt, Valletta gleich gegenüber, mit dem Bus etwa 20 Minuten bis zum zentralen Busbahnhof, von wo aus Busse überallhin fahren. Ein Tagesticket für den Bus kostet 2,60€ pro Person, die Wochenkarte 12,00€.

Auf Malta sind über 7.000 Jahre Geschichte an einem Fleck, überall gibt es etwas zu sehen: Von steinzeitlichen Megalithtempeln über - natürlich - die Bauwerke der Johanniterritter bis hin zu den allgegenwärtigen WWII-Museen, die es in beinahe jedem Ort gibt. Die Kulturen der verschiedenen Siedler und Herrschermächte haben die Insel und die Malteser bis heute geprägt. Außerdem gibt es für einen so kleinen Ort bemerkenswert unterschiedliche Landschaften: Buchten und (Fels-)Strände auf der Ost- und Südseite, lange Steilklippen auf der Westseite, Kakteen und Palmen neben Gemüsefeldern.
Allerdings reicht eine Woche auch, um zumindest das wichtigste zu sehen. Bei etwas mehr Zeit hätten wir uns noch ein bisschen ans Meer gelegt oder einige Dinge angesehen, die wir ausgelassen haben. Aber das kann man ja bei einem weiteren Besuch noch nachholen :)
typische Balkone in Valletta
Straßenzug in Valletta
Mit den anderen südeuropäischen Staaten hat Malta eigentlich nur eines gemein: den Fahrstil. Die Malteser könnten auch alle als Rallyefahrer antreten. Den Fahrstil "sportlich" zu nennen, ist stark untertrieben. Es ist dabei übrigens auch egal, ob das Vehikel, mit dem man fährt, ein Roller, Motorrad, PKW oder Linienbus ist. Vollgas, Vollbremsung und voll auf die Hupe geht immer - auch durch metergroße Schlaglöcher :)
an der blauen Grotte
Dafür sind die Malteser auffallen freundlich und hilfsbereit, auch als Frau kann man sich dort völlig bequem und ohne dumme Anmachen bewegen. Dass alle Englisch sprechen macht es außerdem sehr bequem - sofern man Englisch spricht. Einige ältere Kunden beschwerten sich vehement bei unserer Reiseleitung, dass man in Hotels und Restaurants kein Deutsch spreche. Das sei ein Unding... Dafür sprechen die meisten Malteser sogar drei Sprachen: Englisch, Italienisch und Malti (das übrigens die einzige semitische Sprache mit lateinischen Schriftzeichen ist).

traditionelle Boot im Hafen von Marsaxlokk
das Azurfenster auf Gozo
Die eine Woche war jedenfalls sehr entspannend, und ein bisschen mehr hätte auch nicht geschadet - aber das ist wohl bei jedem Urlaub so. In jedem Fall werde ich noch mal nach Malta fahren, derzeit wird dort vor allem in Valletta viel gebaut und restauriert, das möchte ich mir dann noch mal ansehen, wenn es fertig ist. Das hier (an der Basilika San Ġorġ in Victoria) wird aber wohl so bleiben...:
das passiert, wenn man die Glocke bestellt,
 ohne die Maße des Turms zu kennen ;)






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen