Mittwoch, 18. Juli 2012

gelesen: Antonio im Wunderland

Dank Lovelybooks habe ich letzte Woche mal wieder eine Buchbox bekommen. Das Prinzip hab ich hier schon einmal beschrieben. Diesmal war die Ausbeute nicht so riesig, aber es hat für drei Bücher gereicht: "Gomorrha
" von Roberto Saviano, außerdem "Maria, ihm schmeckt's nicht!
" und "Antonio im Wunderland
" von Jan Weiler. "Maria, ihm schmeckt's nicht" hatte ich schon als Hörbuch, und deswegen lediglich der Vollständigkeit halber aus dem Paket genommen. Dafür habe ich gleich mit "Antonio im Wunderland" angefangen.

Das sagt der Klappentext:
Der italienische Gastarbeiter Antonio Marcipane hat alles erreicht: Er besitzt ein Reihenendhaus, ein schönes Auto und vier Dutzend Krawatten. Seine Töchter haben deutsche Männer geheiratet, und jetzt wartet ein entspanntes Rentnerdasein auf ihn. Wenn da nicht noch ein unerfüllter Traum wäre: Amerika. Da muss er hin - und sein Schwiegersohn muss mit.
"Antonio im Wunderland" ist das zweite Buch von Jan Weiler über den italienischen Einwanderer Antonio Marcipane und seine Familie, der auch der Ich-Erzähler als dessen Schwiegersohn angehört. "Maria, ihm schmeckt's nicht" war eine Aneinanderreihung mehr oder weniger zusammengehöriger Kurzgeschichten, die zusammen einen kurzweiligen Rom ergaben. "Antonio im Wunderland" besteht aus nur einer, sich und die Figuren entwickelnden Handlung, nämlich der Reise von Neu-Rentner Antonio Marcipane samt Kumpel Benno Tiggelkamp und Schwiegersohn nach Amerika, genauer gesagt, New York. 

Aber "New York iste Amerika. Jeder kommt zuerste mal hier. Iste die Stadt fur Emigration." Also New York. Die Reise scheitert schon fast daran, dass Antonio und Benno auf den Einreisepapieren jede Frage, beginnend bei "Leiden Sie an einer ansteckenden Krankheit? Sind Sie körperlich oder geistig behindert? Betreiben Sie Missbrauch mit Drogen, oder sind Sie drogenabhängig?" bis hin zu "Waren oder sind Sie in Spionage-, Sabotage-, oder terroristische Aktivitäten verwickelt?" mit "Ja" beantworten und deswegen schon am Flughafen zum ersten Mal verhaftet werden. Ähnlich turbulent geht es auch während des fünftägigen Aufenthaltes weiter.

"Antonio im Wunderland" ist noch besser gelungen als der Vorgänger. Ich habe mehrfach laut gelacht, weil der Wortwitz und Erzählstil seit "Maria, ihm schmeckts nicht" noch besser und feiner geworden sind. Wer "Maria, ihm schmeckts nicht" mochte, wird "Antonio im Wunderland" lieben.

Schon wieder ★★★★★ :)

Taschenbuch (272 Seiten), Rowohlt Taschenbuch Verlag, September 2006 
ISBN: 349924263X
Taschenbuch 10,00 EUR*
Buch 16,90 EUR*
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