Donnerstag, 9. August 2012

Forschungsreise: Die Faszination am irischen Textileinzelhandel oder: Shopping bei Primark

Heute habe ich mir mal einen freien Tag gegönnt. Ganz so einfach mag man das ja dann nicht "frei" nennen, also hab ich eine kleine Forschungsreise unternommen. Zusammen mit der Azubine, die gerade ohnehin Urlaub hat, und deren Mädels.

Die Reise ging nach Essen, zur dortigen (und angeblich größten deutschen) Filiale eines irischen Textileinzelhändlers, Primark nämlich. Glaubt man dem, was man im Internet so über Primark liest, handelt es sich dabei um die britische Variante von KiK, das ja hierzulande nicht den besten Ruf genießt. Während auf der Insel nur der sogenannte "White Trash" zu Primark zu gehen scheint, scheint es im Gegenteil hierzulande einen regelrechten Hype darum zu geben. Könnte aber auch daran liegen, dass es derzeit nur ganze acht Filialen in Deutschland gibt (davon übrigens mit denen in Essen, Gelsenkirchen und Dortmund gleich drei im Ruhrgebiet).

Bei Primark gibts Klamotten zu niedrigen Preisen. Ob die günstig oder billig sind, wird sich dann zeigen. Der WDR-Markencheck hätte vermutlich an Primark seine helle Freude, auch wenn das Unternehmen auf seiner Seite natürlich mit hoher Qualität und hohen Anforderungen an die Lieferanten, sowohl in qualitativer als auch sozialer Hinsicht.

Nun denn... die Bahnreise kostet mich dank Monatsticket 7€ hin und zurück, viel zu verlieren ist also nicht. In Essen aus dem Hauptbahnhof raus, immer gerade aus, nach knapp fünf Minuten angekommen:

Primark Essen (via)
8.400 qm beherbergen auf sechs Etagen natürlich mehrheitlich Damenbekleidung: Von Schuhen über Jeans, T-Shirts, Business-Klamotten, Nacht- und Unterwäsche bis hin zu Jacken und Accessoires ist alles dabei. Auf einer Etage kommen auch die Herren zu ihrem Recht, ganz oben finden sich Kinderklamotten und Wohnaccessoires. Einmal hoch und wieder runter, anprobiert, ausgetauscht, eingepackt und schließlich bezahlt:

Die Ausbeute

Im Uhrzeigersinn:

  • Eulenschal (4€)
  • schwarze Bluse mit Gürtel (11€)
  • Eulen-Kette (2€)
  • Oversize-Schal mit Mohnblüten (4€)
  • Ballerina-/Pumps-Füßlinge mit Fersenkissen (2€) - großartig, ich bin gespannt, obs funktioniert ;)
  • gestreifte Bluse (3€ - von 6€ reduziert)
  • Schal mit Blumenmuster (4€)
  • schwarzer Cardigan (8€)
  • Taschen-Hängeorganizer (5€)
  • Hängeorganizer (1€ - von 4€ reduziert)
  • gepunkteter Oversize-Schal (4€)
  • rote Shorts mit Kühen (1,50€)
  • braune Schnürer (11€)
  • ein schwarzes und ein weißes Langarmshirt (je 5€)
  • petrolfarbener Cardigan (10€)
  • türkiser Cardigan (8€)
  • Duftkerze in Cupcake-Form (2,50€) - jaaaa, ich weiß ;)

Alles in allem 91,00€ für insgesamt 18 Teile. Das kann sich preislich sehen lassen, ich bin also zufrieden, und angesichts einiger brauchbarer Angebote (deren Notwendigkeit ich aber noch mal überprüfen muss) werd ich wohl auch noch mal hinfahren..

Wie die Qualität ausfällt, lässt sich freilich erst nach dem Tragen und Waschen beurteilen. Optisch und haptisch scheint mir das Ganze durchaus im Bereich von H&M und C&A zu liegen. Der Unterschied zu KiK liegt auf der Hand: Die Filiale ist ansprechend gestaltet, das Sortiment eher modisch als ramschig, wie ich es aus den KiK-Läden kenne. Tatsächlich habe ich kein Teil über 25€ gesehen, das teuerste in meiner Tasche  kostete 11€. Ob man dazu (wie die Azubine und ihre Mädels) nun unbedingt 100 km für eine Strecke hinter mich bringen würde, weiß ich nicht. Die Strecke nach Essen ist ja überschaubar, und wie ich heute feststellen konnte, ist die Essener Innenstadt (auch wegen dem einzigen Innenstadt-Ikea in Deutschland ;) ) auch sonst zum Shoppen brauchbar.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen