Donnerstag, 27. September 2012

Geschaut und gehört: Cats


Am Sonntagabend war ich bei der Vorpremiere von Cats in Köln. Dort hat man ein (von außen) riesiges Theaterzelt aufgebaut, in dem auf einer von drei Seiten einsehbaren Bühne das Musical gespielt wurde. Leider durfte man (logisch) während der Vorstellung keine Fotos machen, deswegen müssen diese beiden aus der Pause reichen.

Cats ist eines der Musicals von Andrew Lloyd Webber und wurde 1981 in London uraufgeführt. Es spielt im London der Jetztzeit erzählt in zwei Akten die Geschichte der "Jellicle Cats", in der beim jährlichen Jellicle-Ball alle Katzen vorgestellt werden. Das Stück basiert auf einem Gedichtband, "Old Possum's Book of Practical Cats" von T.S. Eliot.

Da ich die Musik der englischen Originalversion schon von klein auf kannte, war die Handlung nichts neues für mich. Leider krankt das Musical wie so oft daran, dass deutsche Texte in eine für englische Texte geschriebene Vertonung gequetscht werden müssen. Das führt dazu, dass es manchmal unrund klingt oder sich eine merkwürdige Mischung aus deutsch und englisch ergibt. So heißen die Katzen manchmal "Jellicle Cats" und manchmal "Jellicle Katzen". Die Inszenierung war aber wirklich toll, die Darsteller konnten außer der Bühne auch den kompletten Zuschauerraum nutzen, und haben das auch getan. Man muss sich der Gefahr bewusst sein, auch ins Stück einbezogen zu werden, und zum Beispiel mit dem Rum Tum Tugger ein Tänzchen zu machen. Kostüme und Maske waren toll auf die jeweiligen Darsteller abgestimmt und die Darsteller konnten die Stimmung der jeweiligen Stücke gut transportieren. Vor allem bei "Memories", bzw. "Erinnerung" hab ich Gänsehaut bekommen. Das Orchester, oder besser gesagt, die Band, besteht nur aus sechs Leuten und dem Dirigenten, macht dafür aber ordentlich Lärm. Beeindruckend, was man mit so wenigen Leuten anstellen kann...

Alles in allem lohnt es sich wirklich, und da das Zelt doch recht klein ist, hat man auch in den günstigeren Preiskategorien noch einen guten Blick auf die Bühne. Man sollte sich nur nicht unbedingt einen Platz hinter einem der Zeltpfosten aussuchen, die stören dann wirklich.

Dienstag, 25. September 2012

gelesen: Shades of Grey - Gefährliche Liebe

Nach Band 1 (Geheimes Verlangen) hab ich mich jetzt mal mit dem zweiten Band von Shades of Grey, Gefährliche Liebe befasst.
"Verunsichert durch die gefährlichen Leidenschaften und dunklen Geheimnisse ihres Liebhabers Christian Grey, bricht Ana Steele ihre Beziehung zu dem attraktiven jungen Mann ab und versucht wieder ein ruhiges Leben zu führen. Aber Anas Verlangen nach Christian ist ungebrochen, so sehr sie dies auch zu verleugnen sucht. Als Christian vorschlägt, sich wenigstens noch ein einziges Mal mit ihr zu treffen, willigt Ana daher sofort ein – und beginnt erneut eine Affäre mit ihm. Eine höchst gefährliche Affäre, in der sie immer wieder Grenzen überschreitet, in der sie aber auch mehr über die Vergangenheit von Christian erfährt - eine Vergangenheit, die ihn zu einem ebenso verletzlichen wie faszinierenden Mann gemacht haben, der seitdem mit seinen inneren Dämonen kämpft. Gleichzeitig sieht sich Ana der Eifersucht der Frauen gegenüber, die vor ihr Christians Liebhaberinnen waren. Und sie muss die wichtigste Entscheidung ihres Lebens treffen. Eine Entscheidung, bei der ihr niemand helfen kann ..."
Im Großen und Ganzen verhält es sich wie beim ersten Band: Ana und Christian betreiben Matratzenakrobatik, die Autorin benutzt durchgängig wortgleiche Beschreibungen der sich wiederholenden Szenen. Es kommt allerdings noch ein neues Wort dazu: abgefuckt. Außerdem gibt es auch hier wieder Bilder, die zumindest mit merkwürdig erscheinen: Silber und Grau sind für mich einfach keine warmen Farben, deswegen finde ich Formulierungen wie "seine grauen Augen loderten wie heißes Silber" eher merkwürdig. Den dritten Band werde ich erst mal auf englisch lesen, um herauszufinden, ob der Mangel an Kreativität bei der Übersetzerin oder der Autorin liegt.

Das im ersten Band auch eigentlich nur angeschnittene BDSM-Thema kommt fast gar nicht mehr zur Sprache. Im Unterschied zum ersten Band gibt es aber eine Handlung außerhalb der Bettgeschichten. Das erhöht zwar nicht den literarischen Anspruch, sorgt aber für ein wenig Abwechslung. Deswegen auch hier drei Sterne: «««

Taschenbuch (608 Seiten), Goldmann Verlag (September 2012)
ISBN: 978-3442478965
Kindle E-Book EUR 9,99
Taschenbuch EUR 12,99
Hörbuch (CD) EUR 10,99

Sonntag, 23. September 2012

*Wochenrückblick*

Gesehen Tatort (war irgendwie merkwürdig), Ted (wurde auch Zeit), Cats

Gehört 90er Jahre-Musik :)

Gelesen zu Ende: Shades of Grey - Gefährliche Liebe (Band 2). Angefangen: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Getan im Kino gewesen, das neue iPhone begutachtet

Gegessen Lay's Chips mit Joppie-Saus-Geschmack. Im Kino Nachos mit Käsesoße, viel zu viel bei Mäces und Burger King und anderen ungesunden Mist...
Mittagessen am Freitag

Getrunken Tee. Und Kakao. War nämlich kalt im Büro.

Gedacht Nachos ohne Dip schmecken nicht, acht Grad ist ganz schön kalt und gestörte (Ex)freund(innen) anderer Leute sind doch eine erfrischende Abwechslung im Alltag...

Gefreut über die Wettervorhersage für Rom :)


Geärgert dass ichs nicht zur Photokina geschafft hab, und dass mein iPhone am Freitag noch nicht angekommen ist.

Gewünscht dass sich manches einfach mal langsam erledigt...

Gekauft eine Schutzhülle für mein iPhone 5 :) Proviant für die Busreise (nur lebensnotwendiges, Oreo-Schoki, Ritter Sport Olympia, Yes-Törtchen), Pommes-Chips zum Ausprobieren.

Geklickt
viele Rezepte, die ich in nächster Zeit mal ausprobieren muss. Zum Beispiel: Oreo-White-Chocolate-Caramel-Cheesecake, Schokoladensirup und Devil's Food Cheesecake

Gestaunt über das neue iPhone (ja ja ja, ich weiß... ;) )

Einkaufen in Holland - Meine Ausbeute

Das vergangene Wochenende hab ich in Holland verbracht. Schlimm genug, dass das schon wieder eine ganze Woche her ist, und ich in der Zwischenzeit nicht dazu kam, darüber was zu schreiben.

Jedenfalls war ich dort natürlich auch im Supermarkt, um all die tollen Dinge einzukaufen, die es hier nicht, nur selten und/oder zu Mondpreisen bekommt.


Fangen wir mit den langweiligen Dingen an:
  • Kaffee. Dass Kaffee in den Niederlanden günstiger ist als hierzulande, ist kein Geheimnis. Wenn ich also schon mal da bin, nehme ich auch zwei Pakete Kaffee-Pads mit.
  • Grenadine-Sirup. Genauso unspektakulär, aber mit knapp 1,50€/l erheblich günstiger als hier (ca. 7€), dasselbe gilt für
  • eine Packung "Chocoladehagel Puur" - Zartbitter-Schokostreusel.
Die wesentlich spannenderen Dinge sind aber diese hier:
  • Lays Chips "Patatje Joppie". An und für sich sind Lays Chips ein weiterer Fall für "günstiger" (ca. 1,20€ vs. 2,50€), hier kommt aber auch noch die Sorte dazu. "Joppie Saus" ist eine holländische "Spezialität". Eine Curry-Apfel-Soße für Pommes und Frikandeln. Und die dann halt auf Chips. Die Chips haben den Geschmackstest schon bestanden, die Tüte hat keine drei Tage überlebt.
  • Eine Flasche besagter Joppie Saus (fehlt auf dem Foto, liegt nämlich im Kühlschrank). Für Pommes, Bratkartoffeln, egal. Lecker.
  • ein Sixpack Kriek Belle-Vue, also Kirschbier. Kein Bier nach dem deutschen Reinheitsgebot, aber mit Hefe gegorener Gerstensaft, also Bier. Plus Kirschen. Gibts hier auch schon mal im trinkgut, aber zu Preisen, die einen vermuten lassen, das Zeug käme vom Mars statt aus Belgien.
  • ein Glas Spekulatiuscreme. Spekulatius ist hier eher Weihnachtsgebäck. Meint man. In Wahrheit sind die Kekse, die man zum Kaffee dazubekommt, nämlich auch Spekulatius (zumindest, wenn sie von Lotus sind), da stehts nur nicht drauf, und deswegen beschwert sich keiner. Weil aber Spekulatius ursprünglich und in den Niederlanden nach wie vor Tee- bzw. Kaffeegebäck ist, kann man sich den auch ganzjährig gönnen, finde ich. Und ganz besonders toll geht das als Spekulatiuscreme auf dem Brötchen bestenfalls mit Stückchen drin.
    Bekommt man hier auch manchmal, aber ich habs nur in der Rewe-Feinkost letztes Jahr kurz vor Weihnachten gesehen.
  • ein Glas Marshmallow Fluff. Der spaltet offensichtlich die Geister. Tatsächlich ist das Marshmallow-Brotaufstrich: Süß, klebrig und prima geeignet, um unbegeisterte Tischnachbarn zu vergraulen :) Ich mags. Bekommt man hier auch, aber ebenfalls zu Mondpreisen.
  • ein Glas Brood Spread, Sandwichcreme. Auch eigentlich nix besonderes, ein Brotaufstrich mit Gürkchen, Möhren etc. halt. Aber eben wie immer: Hier nicht oder nur teuer zu erstehen.
Im Wahn hab ich völlig vergessen, eine Flasche Martini mitzunehmen, der nämlich in den Niederlanden auch nur etwa ein Drittel vom deutschen Preis kostet...

Sonntag, 16. September 2012

*Wochenrückblick*


Gesehen den Tatort vom letzten Sonntag (war wirklich toll) und Burn after Reading (nicht toll)

Gehört  Radio und Spotify

Gelesen immer noch Shades of Grey (2). Literarisch nicht anspruchsvoller als der erste, aber immerhin irgendwie mit einer Handlung gesegnet...

Getan einiges, ich war jeden Tag irgendwie unterwegs, aber ich bin zu nix gekommen. Das Wochenende in Holland verbracht (da bin ich noch :) )

Gegessen Grillfleisch

Getrunken Heineken. Sekt zum Frühstück.

Gedacht Manchmal frag ich mich... bin ich bekloppt oder die anderen?

Gefreut dass der bestellte - weil letzten Freitag nicht vorrätige - Blazer um knapp 20€ reduziert war, als ich ihn abholen konnte.

Geärgert über miese Fahrplanplanung der hiesigen Verkehrsgesellschaft. Vier Busse in dieselbe Richtung innerhalb von fünf Minuten. Dann wieder nach weiteren 20 :-/ Und die miese Kundeninformation der Bahn. Dass der Zug Verspätung hat, wenn einer davor springt, ist ja nicht schlimm und lässt sich nicht vermeiden. Aber ich möchte es gerne wissen, damit ich Alternativen wählen kann, die  sonst nicht in Frage kommen.

Gewünscht das neue iPhone. In weiß. Und das ist ein Wunsch, der auch in Erfüllung gehen wird., auch das weiß ich :)

Gekauft viele tolle Sachen, die man nur in den Niederlanden bekommt. Oder hier nur zu utopischen Preisen :)

Geklickt
Diesen Artikel darüber, wie man sich verhält, wenn sich ein Fahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn nähert. Mit Positiv- und Negativbeispielen in Videoform

Gestaunt wie furchtbar empfindlich ich beim Autofahren nachts bin. Dauernd von fremden Scheinwerfern geblendet zu werden ist ziemlich uncool.

Montag, 10. September 2012

gelesen: Shades of Grey - geheimes Verlangen

ich habs getan... wenn alle davon reden, dachte ich, ich muss es auch lesen, um wenigstens mitreden zu können. Die Rede ist von Shades of Grey - Geheimes Verlangen, dem ersten Band der Shades of Grey-Trilogie von E.L. James.

Zu Hause liegen hatte ich ihn schon seit einigen Wochen, hab dann ja aber zuerst Das Ende von Alice gelesen, bevor ich mich an Shades of Grey gemacht habe. In Medien und Rezensionen wurde es als aufregender Tabubruch furchtbar gehyped. Aber kommen wir zuerst zum Klappentext:
"Sie ist 21, Literaturstudentin und in der Liebe nicht allzu erfahren. Doch dann lernt Ana Steele den reichen und ebenso unverschämt selbstbewussten wie attraktiven Unternehmer Christian Grey bei einem Interview für ihre Uni-Zeitung kennen. Und möchte ihn eigentlich schnellstmöglich wieder vergessen, denn die Begegnung mit ihm hat sie zutiefst verwirrt. So sehr sie sich aber darum bemüht: Sie kommt von ihm nicht los. Christian führt Ana ein in eine dunkle, gefährliche Welt der Liebe – in eine Welt, vor der sie zurückschreckt und die sie doch mit unwiderstehlicher Kraft anzieht..."
Das ist auch eigentlich schon alles, was dazu zu sagen ist, denn die Handlung ist damit beendet. Weiter geht es dann 601,5 Seiten darum, was Ana und Christian im Bett, in der Dusche, in der "Kammer der Qualen" oder sonstwo treiben und wie schwer verliebt Ana in diesen ach so undurchsichtigen Christian Grey ist.

Alles in allem ist "Shades of Grey" Twilight-Romantik mit einigen nicht-jugendfreien Szenen. Leider - allerdings bin ich mir nicht sicher, ab es da an der Autorin oder der Übersetzung und dem Lektorat liegt - fällt der Text hauptsächlich durch wortwörtliche Wiederholung der immer gleichen Wendungen auf. Christian grinst wölfisch, Ana beißt sich auf die Lippen, wird rot und schnappt nach Luft. Christian Grey ist grau - ja. Der Mann hat viel graues an sich, kein schwarz oder weiß, neben viel Schlafzimmer-, oder woanders-Akrobatik ist das das Hauptthema im Buch (deswegen heißt der Originaltitel vermutlich auch "50 Shades of Grey"). Warum Christian Grey ist, wie er ist. Der sinnvollste Satz im ganzen Buch ist die Antwort auf diese Frage:
„Warum ist man, wie man ist? Schwierige Frage. Wieso mögen manche Leute Käse, und andere hassen ihn?“
Wirklich toll indes ist aber der "Soundtrack", eine Mischung aus modernen und klassischen Stücken, die im Buch an verschiedenen Stellen genannt werden. Einige davon haben es an die Spitze der Klassik-Charts geschafft, und ab dem kommenden Freitag ist Shades of Grey - das Klassik Album auf CD erhältlich. Bei Spotify und Youtube gibt es eine Playliste mit den Stücken aus allen drei Bänden.
Mit dabei sind unter anderem Stücke von den Kings of Leon, Bruce Springsteen, Frank Sinatra, Bach und Chopin. Vieles davon befindet sich jetzt auf meinem iPod.

Nun denn... Shades of Grey gelesen zu haben ist kein Verlust, aber auch kein Gewinn, nette Urlaubslektüre, viel mehr auch nicht.  Die Abgründe des Sadomaso, die überall mehr oder weniger entsetzt und aufgeregt angekündigt wurden, konnte zumindest ich nicht entdecken. Ich vermute, dass die Aufregung darum wohl eher der amerikanischen Prüderie geschuldet ist. Ich habe schon besseres gelesen, aber auch schon deutlich schlechteres, von daher gibt es 3 Sterne: «««

Taschenbuch (608 Seiten), Goldmann Verlag (Juni 2012)
ISBN: 978-3442478958
Gebundene Ausgabe: 12,99€
Kindle-Edition: 9,99€
Audiobook (MP3): 9,99€

Sonntag, 9. September 2012

Wochenrückblick

Gesehen die Folgen von "The Tudors" der letzten vier Wochen. Ganz grauenvoll, wie der angeblich rheinische Dialekt der Anna von Kleve und ihrer Verwandten umgesetzt wurde.

Getan mein Bloglayout mal wieder überarbeitet, und Pflaumenkuchen und -muffins gebacken.

Gegessen Gyros mit Schafskäse überbacken und Double Chocolat- und Schokosplittermuffins von Starbucks

Getrunken Hugo - könnt ich drin baden. Lecker!

Gedacht bei H&M kann man nichts anderes mehr kaufen als Socken und Unterwäsche. Schade.

Gefreut dass ich mit relativ geringem Aufwand neue schwarze Stiefel gefunden hab. Das ist nämlich gar nicht so leicht, offensichtlich habe ich nach den Maßstäben der Stiefelindustrie viel zu dicke Waden. Und die Tatsache, dass kurz nach Beginn der Stiefelsaison so gut wie keine Stiefel mehr für mich zu bekommen sind, bringt mich zu dem Schluss, dass ich damit zumindest nicht alleine bin ;)

Geärgert dass ich manchmal zu viel denke und nicht einfach mache, wonach mir ist.

Gewünscht Dank Steffi von Squeaky Swing dieses karierte Kleid von mint & berry:
via Zalando
Außerdem einen richtigen Bastelladen (wie idee oder creativ) in Neuss. Seit Josten und Klöden weg sind, gibt es nur noch "Hoppla"-Märkte und Schreibwarengeschäfte, das ist aber eher dürftig. Und immer in die Nachbarstädte reisen zu müssen ist irgendwie blöd.

Gekauft zwei neue Materialien für den Stapel noch zu lesender Bücher: Gretchen und Shades of Grey Band 2. Ein paar Klamotten und schwarze Stiefel. Und das Audible-Abo durch Spotify-Premium ersetzt.

Geklickt die Anleitungen bei DIY Photography

Gestaunt darüber, dass man beim Shoppen nie das findet, was man sucht, dafür aber 1.000 andere tolle Sachen. Und wenn man findet, was man sucht, dann immer erst im allerletzten Laden.

Samstag, 8. September 2012

gebacken: Pflaumenkuchen mit Zimtstreuseln

Ich hab ganz lange nichts mehr darüber geschrieben, was ich in meiner Küche so anstelle - abgesehen von den Wochenrückblicken.

Nachdem ich von meinem Pflaumen-Schmand-Kuchen letzte Woche nichts abbekommen hab (nicht mal die Gelegenheit für ein Foto), musste noch mal ein neuer Pflaumenkuchen her. Allerdings können beide als Punkt für das 30 before 30-Projekt herhalten, der Pflaumen-Schmand-Kuchen diente immerhin als Geburtstagskuchen für meinen Opa - wurde spontan beschlossen, als er schon mal auf dem Tisch stand... ;)

Heute dann also ein ganz schnöder Pflaumen-Streusel:

Zutaten für 24 Stück:


120 + 200g Butter
200 + 400 g Mehl
70 + 200g g Zucker
1/4 -1/2 TL Zimtpulver
1,5 kg Pflaumen
1 Päckchen Vanillin-Zucker
4 Eier (Größe M)
1/2 Päckchen Backpulver
5-6 EL Milch
Fett für die Fettpfanne

Für die Streusel:
120 g Butter schmelzen. 200 g Mehl, 70 g Zucker und Zimt in eine Schüssel geben und mischen. Butter zugießen und mit den Knethaken des Handrührgerätes zu Streuseln verkneten. Streusel kalt stellen.
Ganz wichtig: Die Streusel müssen Streusel bleiben, also kurz auf hoher Stufe und nicht bis zum bitteren Ende kneten. Ich mach Streusel immer mit warmer, weicher, aber nicht flüssiger Butter und von Hand. Da muss man aber aufpassen, dann nicht plötzlich einen Butter-Mehl-Klumpen zu haben. Das lässt sich nämlich nicht retten.

Für den Kuchen:
Pflaumen waschen, halbieren und entsteinen. 200 g Butter in Stücke schneiden. 200 g Zucker, Butter und Vanillin-Zucker mit den Schneebesen des Handrührgerätes cremig rühren. Eier einzeln unterrühren. 400 g Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch unterrühren.

Teig auf eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Fettpfanne streichen und dicht mit Pflaumenhälften belegen ("dicht belegen" heißt auch wirklich "dicht belegen". Die anderthalb Kilo Pflaumen hab ich kaum unterbekommen, aber am Ende blieb nur noch eine übrig ;) ). Streusel auf den Kuchen verteilen und im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C/ Umluft: 150 °C/ Gas: Stufe 2) ca. 50 Minuten backen.

Pflaumenkuchen geht prima mit Sahne, warm mit Vanillesoße oder Eis.



Alles neu

Ich fand mal wieder, dass es an der Zeit wäre, ein bisschen an meinem Blogdesign zu schrauben.

Natürlich hab ich ein bisschen an der Optik gebastelt, ein neues Hintergrundbild eingerichtet und die Header-Schriftart gewechselt. Dieses Mal hab ich mich dabei noch an die Vorlagen von Blogger gehalten, aber ich denke, beim nächsten Mal werde mich daran mal versuchen. Vor allem aber musste ich an die Struktur ran: Ich wollte auf meine anderen Social Media verlinken, die finden sich jetzt sämtlich auf der rechten Seite.


Wer will, kann mich jetzt mit einem Klick bei Twitter, YouTube, Pinterest und Instagram (me_myselfand_i) finden oder den Blog-Feed abonnieren.

Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen auch, was ich so für Musik höre, deswegen hab ich darunter meine Favoritenliste von Spotify eingefügt. Meine Instagram-Bilder und meine derzeit gelesenen Bücher (via Lovelybooks) sowie die Blogroll werden darunter angezeigt, und als letztes eine kleine Übersicht meiner letzten Pins bei Pinterest. Vorher war das ja alles links und rechts verteilt, jetzt ist alles zusammen auf der rechten Seite und (finde ich zumindest) sinnvoll angeordnet.

Falls mir jemand mal eine Freude machen möchte, findet er meine Wunschzettel von Amazon und DaWanda jetzt auch auf der rechten Seite und ein Stück weiter unten als früher, vor der neuen Tagcloud, der Blogsuche und dem Archiv. ;)

Außerdem gibt es eine neue Seite oben, den S(u)B, also einen "Stapel (un)gelesener Bücher". Hier findet sich eine Liste der Bücher, die ich noch lesen möchte, und die sowohl real schon bei mir liegen, aber auch die, die ich noch auf Listen in meinem Kopf habe. Außerdem die, die ich schon gelesen habe, mit den Links zu den jeweiligen Rezensionen hier im Blog.

Ich finde es jetzt viel übersichtlicher, weiß aber noch nicht, ob ich mich mit dem Hintergrund wirklich anfreunden kann...

Und, wie findet Ihrs?

Freitag, 7. September 2012

gehört und gesehen: Of Monsters And Men

Gestern war ich beim Konzert von "Of Monsters And Men" im Kölner E-Werk. Das Ganze war ein ziemlich riskantes Unterfangen, weil ich bis gestern Abend genau ein Lied von der Band kannte, nämlich "Little Talks" - also das, was jeder kennt. Falls nicht, bitteschön:



Of Monsters And Men ist eine siebenköpfige Indie-Band aus Island. Wesentliches Element der Musik sind Folk-Elemente, tatsächlich werden viele Stücke von Trompeten und Akkordeon begleitet. Das führte dann gestern Abend auch zu der amüsanten Feststellung, dass die allermeisten Stücke recht eingängig sind und in auffällig vielen Refrains weite Strecken "Lalala" oder "ohohooo" vorkommen. Das erleichtert das Mitsingen ;)


Das bedeutet nicht, dass das Konzert schlecht oder langweilig war, im Gegenteil. Es hat mir wirklich gut gefallen. So gut, dass ich mir im Anschluss gleich das Album "My Head Is An Animal" gekauft hab. Das Risiko hat sich also gelohnt. Neben "Little Talks", das natürlich das gesamte Publikum kannte, haben mir auch "Lakehouse", "Mountain Sound" und "From Finner" gefallen. Die Musik ist abwechslungsreich, ist Ohrwurmgefährlich und macht wirklich gute Laune, dazu kommt der niedliche skandinavische Akzent, den ich ohnehin liebe. Tatsächlich gab es beim ganzen Konzert und auch beim wiederhören auf dem Album keinen einzigen Song, bei dem ich dachte "och nöööö...". Der Band, sieben Mann samt Instrumenten - Akustik- und E-Gitarren, Bass, Schlagzeug, Keyboard, Akkordeon, Trompete - auf der Bühne, konnte man ansehen, wie viel Spaß sie bei der Sache haben, und das hat sich auch auf das Publikum übertragen. Viel mehr lässt sich dazu auch nicht sagen, einfach mal reinhören.

Auch der Support Act, die ebenfalls aus Island stammende Lay Low, hat wirklich Spaß gemacht (bei You Tube oder Spotify kann man mal in ihre Songs reinhören, und auf ihrer Homepage den aktuellen Song "The Backbone" kostenlos herunterladen). Das hab ich auch schon anders erlebt (meine persönliche Hitlist mieser Support Acts sind Kelly Osborne beim Robbie Williams Konzert 2003 und Vermont Joy Parade bei 30 Seconds To Mars 2011).


Alles in allem hat es sich wirklich gelohnt, es war ein schönes Konzert in schöner Kulisse (das E-Werk ist einfach toll!), und ich hoffe, von "Of Monsters And Men" mehr zu hören als dieses eine Album.

Mittwoch, 5. September 2012

gelesen: Das Ende von Alice

Das Ende von Alice wurde bei vielen Buchhändlern als "Skandalbuch" bezeichnet. Und weil ich mir gern eine eigene Meinung bilde, habe ich es auch gelesen.

Aus der Beschreibung des Verlages: 
Als A.M. Homes’ Roman Das Ende von Alice 1996 in den USA erschien, sorgte er für heftigste Diskussionen, die selbst bis nach Deutschland überschwappten. Kein Verlag traute sich damals, das Buch auf Deutsch herauszubringen. Heute gehört A.M. Homes zu den anerkanntesten Schriftstellerinnen der Gegenwart, und es wird Zeit, diesen verstörenden, aus der Sicht eines pädophilen Kindermörders erzählten Text auch hierzulande zu entdecken.

Seit 23 Jahren sitzt Chappy, der Erzähler des Romans, im Gefängnis, er verbüßt eine lebenslange Haftstrafe für den Mord an der zwölfeinhalbjährigen Alice Somerfield und hofft auf baldige Freilassung. Im Gefängnis erhält er Briefe von einem neunzehnjährigen Mädchen, das vorgibt, Chappy zu bewundern. Sie selbst verbringt die Sommerferien in ihrem Elternhaus und hat ein Auge auf den zwölfjährigen Nachbarjungen geworfen. Zwischen Chappy und dem jungen Mädchen entwickelt sich eine Brieffreundschaft, die um Begehren und Perversionen kreist. 
Verstörend. Das ist es, was mir zu diesem Buch einfällt. Das macht es nicht schlecht, ganz im Gegenteil. Verstörend ist die detaillierte Beschreibung der unsäglichen Dinge, die Chappy mit Alice und die namenlosen Briefeschreiberin mit ihrem Nachbarsjungen tun. Verstörend ist, wie man während des Lesens immer wieder beginnt, Sympathie für den Ich-Erzähler zu entwickeln, für den seine pädophile Neigung völlig normal ist, und der im Gefängnis von seinem Zellengenossen vergewaltigt wird.

Wirklich harter Tobak, dieses Buch, und es ist stellenweise wirklich schwer zu ertragen, wie der Ich-Erzähler mit dem Leser spielt und ihn auf seine Seite zu ziehen versucht. Im Gegensatz zu allen Krimis und Thrillern sind es hier nicht blutig-spannende Szenen, die einem die Nackenhaare aufstellen, sondern die Selbstverständlichkeit, mit der hier grausamstes Verhalten beschrieben wird.

Warum das Buch einen Skandal verursacht hat, kann ich in gewisser Hinsicht verstehen. Man könnte die Art und Weise, in der die Autorin den Ich-Erzähler darstellt, auch als Verharmlosung oder gar Verklärung der Pädophilie verstehen. Ich glaube aber nicht, dass es das Ziel ist. Was es aber erreicht ist, dass der Leser sich auf ziemlich eindrucksvolle Weise dessen bewusst wird, dass Menschen mit unverständlichen, grausamen und perversen Neigungen (in welcher Ausprägung und mit welcher Konsequenz auch immer, das beschränkt sich ja nicht auf Pädophile) diese als völlig normal empfinden. Dass ihnen sicherlich bewusst ist, dass diese Neigungen gesellschaftlich nicht akzeptiert sind, aber dass sie sich diese Neigung nicht ausgesucht haben. Das bedeutet keineswegs, dass man Verständnis oder Mitleid aufbringen muss, aber schafft einen anderen Blickwinkel.

Sterne zu vergeben fällt mir hier wirklich schwer. "Das Ende von Alice" bringt den Leser in jeder Hinsicht an seine Grenzen, es ist zugleich großartig und grauenvoll.  Für das beständige Schwanken zwischen weiterlesen und es weglegen zu wollen, vergebe ich drei Sterne: «««

Gebundene Ausgabe (304 Seiten), Verlag: Kiepenheuer & Witsch (April 2012)
ISBN: 978-3462043815
Gebundene Ausgabe: 19,99€

Sonntag, 2. September 2012

*Wochenrückblick*


Gesehen nicht viel - keine Zeit gehabt ;)

Gehört nicht besonderes. Meistens Radio

Gelesen zu Ende: Das Ende von Alice angefangen: Shades of Grey - Geheimes Verlangen

Getan viel Papierkram. Einen Pflaumenkuchen gebacken und einen Umzug gemacht. Leider nicht meinen...

Gegessen viel Junk Food, Pflaumenkuchen und Kürbispfanne. Es ist Herbst...

Getrunken Cola, Kaffee, Tee.

Gedacht Wieso sagen Leute "der Mann von mir" statt "Mein Mann"?! Isr das in einer Region Deutschlands so üblich?

Gefreut Es geht an einer entscheidenden Stelle voran. Und über einen neuen Erdenbürger.

Geärgert dafür hakt es an einer anderen. Geärgert hab ich mich hauptsächlich über die Dreistigkeit anderer Menschen.

Gewünscht dass es an dieser Stelle endlich weitergeht.

Gekauft hmm... nix besonderes. Dickmanns. Nen Kürbis. Das übliche halt.

Geklickt Umstrittene Aktion bei McDonald's - Kinderbuch zum Nachtisch. Keine Ahnung, was daran umstritten sein soll. Ich finds gut...

Gestaunt aber im negativen Sinn: darüber, dass der Kölner Zoo seine Facebook-Seite vom Netz nehmen musste und Profi-Fußballer den Verein wechseln, weil es Menschen gibt, die aufs Übelste pöbeln und sogar Morddrohungen aussprechen, weil ihnen das Tun dieser Leute nicht passt.