Donnerstag, 27. September 2012

Geschaut und gehört: Cats


Am Sonntagabend war ich bei der Vorpremiere von Cats in Köln. Dort hat man ein (von außen) riesiges Theaterzelt aufgebaut, in dem auf einer von drei Seiten einsehbaren Bühne das Musical gespielt wurde. Leider durfte man (logisch) während der Vorstellung keine Fotos machen, deswegen müssen diese beiden aus der Pause reichen.

Cats ist eines der Musicals von Andrew Lloyd Webber und wurde 1981 in London uraufgeführt. Es spielt im London der Jetztzeit erzählt in zwei Akten die Geschichte der "Jellicle Cats", in der beim jährlichen Jellicle-Ball alle Katzen vorgestellt werden. Das Stück basiert auf einem Gedichtband, "Old Possum's Book of Practical Cats" von T.S. Eliot.

Da ich die Musik der englischen Originalversion schon von klein auf kannte, war die Handlung nichts neues für mich. Leider krankt das Musical wie so oft daran, dass deutsche Texte in eine für englische Texte geschriebene Vertonung gequetscht werden müssen. Das führt dazu, dass es manchmal unrund klingt oder sich eine merkwürdige Mischung aus deutsch und englisch ergibt. So heißen die Katzen manchmal "Jellicle Cats" und manchmal "Jellicle Katzen". Die Inszenierung war aber wirklich toll, die Darsteller konnten außer der Bühne auch den kompletten Zuschauerraum nutzen, und haben das auch getan. Man muss sich der Gefahr bewusst sein, auch ins Stück einbezogen zu werden, und zum Beispiel mit dem Rum Tum Tugger ein Tänzchen zu machen. Kostüme und Maske waren toll auf die jeweiligen Darsteller abgestimmt und die Darsteller konnten die Stimmung der jeweiligen Stücke gut transportieren. Vor allem bei "Memories", bzw. "Erinnerung" hab ich Gänsehaut bekommen. Das Orchester, oder besser gesagt, die Band, besteht nur aus sechs Leuten und dem Dirigenten, macht dafür aber ordentlich Lärm. Beeindruckend, was man mit so wenigen Leuten anstellen kann...

Alles in allem lohnt es sich wirklich, und da das Zelt doch recht klein ist, hat man auch in den günstigeren Preiskategorien noch einen guten Blick auf die Bühne. Man sollte sich nur nicht unbedingt einen Platz hinter einem der Zeltpfosten aussuchen, die stören dann wirklich.

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