Sonntag, 10. März 2013

30 before 30 - was davon übrig ist...


Als ich letztes Jahr Geburtstag hatte, war das mein letztes Jahr mit einer "2" vornedran. Die ist jetzt weg, und durch eine "3" ersetzt. Damals hab ich mir - auf Anregung von vielen, vielen anderen - eine 30 before 30-Liste gebastelt. Immerhin ist ja mit 30 das Leben vorbei. Und man muss dann vernünftig sein und alles. Also schnell mal noch alles in die Liste gepackt, was man so als über 30-jähriger Mensch bestimmt nicht mehr macht. Und was man vorher außerdem noch irgendwie machen will. Das waren nicht nur Dinge, die man danach nicht mehr macht, sondern auch vieles, was ich sowieso schon mal gemacht haben wollte.

Wenn ich mal überlege, welche Vorstellungen ich früher davon hatte, wie mein Leben mit 30 wohl aussieht - oh weia. Jedenfalls ist glaube ich nichts davon umgesetzt. Als ich so ungefähr 15 war, war ich außerdem fest davon überzeugt, dass man mit 30 wirklich erwachsen sein muss. Auch das hat sich nicht wirklich bewahrheitet. Jedenfalls nicht in der Auffassung von "erwachsen sein", die ich damals hatte.

"Erwachsene" gehen nämlich nicht mehr feiern, machen keinen kindischen Blödsinn mehr, sind verheiratet und haben Kinder. Also wenn es das ist, bin ich kein Stück erwachsen. Aber ich glaub, das macht es nicht ganz aus ;)

Meine 30er-Liste also. Einiges steht da noch offen, weil ich es wirklich nicht geschafft hab, oder weil ich es dann auch nicht so wichtig fand. Oder weil ich mich noch immer nicht für ein Tattoo-Motiv entscheiden kann. Und weil so ein Tattoo ja nun mal was bleibendes ist, will ich erst sicher sein, was es wird, bevor ich es stechen lasse. Fest steht aber, dass ich es stechen lasse.

Ein paar andere Sachen sind ja mehr Anstöße, überhaupt mal etwas anders zu machen. Neue Rezepte zu kochen und backen, sich nicht immer in Jeans und T-Shirt zu kleiden, spontaner sein und öfter etwas zu unternehmen sind ja Dinge, die ich beibehalten will, und die nicht einfach mit dem Erreichen des gestrigen Tages enden.

Was ich jetzt weiß: Das Leben endet nicht mit 30 - ich lebe ja noch ;) Und es ist noch weniger einschneidend als mit 18, wo man am nächsten Tag wenigstens mehr Rechte und Pflichten hatte als vorher. Jetzt geht es nur darum, was man draus macht - und was die anderen von einem erwarten. Beides ist keine Frage dessen, ob man nun 29 3/4 oder 30 1/2 ist.

Ich freu mich also auf die nächsten 10, 20, 30 Jahre und versuche, das beste draus zu machen :)

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