Donnerstag, 7. November 2013

Viele Wege führen nach Rom - die Zweite

wie ich nach Rom gekommen bin und was wir währen der ersten beiden Tage gemacht haben, hab ich hier schon berichtet. Jetzt gibts den zweiten Teil...

Bild: Jannik Jung
Nach einem sehr späten Feierabend am Dienstag begann der Mittwoch mit einem seehr frühen Weckerklingeln um 5:45 Uhr und einem kurzen Frühstück im Hotel. Danach machten wir uns auf den Weg zur größten Generalaudienz des Jahres. Ausgegeben waren ca. 75.000 Karten, wegen des großen Andranges wurden zwischenzeitlich die Einlassschleusen ohne Kontrolle geöffnet, so dass schätzungsweise 100.000 Menschen auf dem Petersplatz waren.

Bilder: Jannik Jung
Danach machten wir uns auf den Weg zur weiteren Besichtigung. Auf dem Plan standen das Denkmal für Vittorio Emanuele an der Piazza Venezia, das Forum Romanum und das Colosseum. Am Forum Romanum sind wir nur außen vorbei gegangen, ebenso waren wir nicht im Colosseum selbst.

Bild: Jannik Jung


Bild: Jannik Jung

Bild: Jannik Jung
Am frühen Abend haben wir uns auf den Weg gemacht zur spanischen Treppe und verbotenerweise ein Eis gegessen und Kaffee getrunken. Die Atmosphäre auf der Treppe ist abends eine ganz besondere, auf jeden Fall anders als tagsüber.  

Für den Abend hatten wir wieder ein Essen in Trastevere geplant, und haben für den Weg dorthin die Via del Condotti gewählt. Dort befindet sich neben den Boutiquen von Gucci, Ferragamo, Montblanc, Bulgari, Vuitton usw. in der Hausnummer 68 auch die Regierung des Malteser-Ordens. Der mussten wir natürlich auch einen Besuch abstatten und wurden beim Versuch eines Gruppenfotos vor der Einfahrt vom Pförtner ertappt. Der hat uns aber als Malteser erkannt, was ja auch nicht weiter schwer ist, wenn wir's überall auf den Klamotten stehen haben, und in den Innenhof gelassen, um unsere Fotos zu machen. Wirklich nett der Mann! 

Mit einem kurzen, dienstlich bedingten Abstecher am Pantheon vorbei fuhren wir dann zu unserem Abendessen bei Papa Re (Via della Lungaretta, 149). Auch hier hat man sich wirklich Mühe gegeben, Platz für unsere Gruppe aus acht Leuten zu schaffen, das Essen war mit 12€ für Bruschetta, Pizza, Kuchen und Getränk günstig und lecker.

Bild: Jannik Jung
Der Donnerstag begann mit einem Besuch am Campo Santo Teutonico, der zwar nicht im Vatikan liegt, aber nur über das Gebiet des Vatikans zugänglich ist. Als Deutscher kann man den Friedhof täglich vormittags besuchen, wenn man sich bei den Schweizergardisten auf der Südseite des Vatikans (Via Paolo VI) auf deutsch anmeldet. Hier befindet sich auch der Hintereingang zur Sanitätsstation des italienischen Malteser Hilfsdienstes, den wir glücklicherweise in diesem Jahr nicht in Anspruch nehmen mussten.

Die Kirche Santa Maria della Pietà auf dem Deutschen Friedhof ist sehr barock gehalten, so auch die Stelen an den Säulen. Totenköpfe mit Flügeln sind ja heutzutage eher selten...





Bild: Jannik Jung
Von dort aus sind wir ein wenig durch das Viertel um den Vatikan herum gelaufen (naja, ehrlicherweise haben wir eine Pizzeria gesucht, aber nicht gefunden...), haben der Engelsburg einen Besuch abgestattet und sind über die Engelsbrücke zu einem der wichtigen Ziele jedes Tages gelangt: Kaffee (im Café Nero, Via Paola, 31)!








Gut gestärkt ging es weiter mit dem Bus zum Circus Maximus. Von dort aus hat man einen guten Blick auf die Rückseite des Forum Romanum. Vom Circus selbst ist nicht furchtbar viel übrig, abgesehen von einigen Tribünenruinen und einer großen Rasenfläche.



Die Via del Circo Massimo führt direkt von der Metro zur Kirche Santa Maria in Cosmedin und dem Mund der Wahrheit. Die Legende sagt, dass jeder, der seine Hand in den Mund legt, und lügt, die Hand verliert. Also meine ist noch dran... ;)

Bild: Jannik Jung

Von dort aus den Berg hoch gelangt man auf den Aventin. Für Rom-Touristen Pflicht wegen des berühmten "Schlüssellochblickes", für uns auch deswegen, weil das Schlüsselloch zum Tor der Villa Malta gehört, dem Sitz des Malteser-Ordens. Der Schlüssellochblick durch das Hauptportal zeigt den direkten Blick auf den Petersdom und ist wirklich schwierig zu fotografieren. Auf meinem Bild kann man die Kuppel nur mit viel Mühe ausfindig machen...



Den Berg wieder runter und endlich einen kurzen Zwischenstopp zum Essen ging es dann zur Abschlussmesse mit anschließendem Picknick in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern.

Bild: Jannik Jung








Im Hotel haben wir uns abends noch ein italienisches Bier gegönnt. Kann man erstaunlicherweise sogar ganz gut trinken...

Am Freitag sind wir noch kurz zum Pantheon gefahren, haben uns ein Eis in der Gelateria della Palma (Via della Maddalena, 19-23) gegönnt und für die Rückfahrt eingekauft. Dabei ist uns aufgefallen, dass es anscheinend in Italien völlig unüblich ist, Kleingeld zum Wechseln in der Kasse zu haben. Wir alle hatten jedes Mal, wenn wir in einem Supermarkt einkaufen wollten, Schwierigkeiten, Kleingeld wiederzubekommen. Sehr merkwürdig... Davon abgesehen sind alltägliche Lebensmittel wie anscheinend überall außerhalb Deutschlands sehr teuer. Richtiges Brot gibt es zwar, ist aber wirklich teuer. Obst und Gemüse geht, aber anständige Fleisch- und Milchprodukte sind auch wieder verhältnismäßig teuer...

Bild: Jannik Jung
Bild: Jannik Jung


Abends brachte uns unser Bus dann wieder zum Bahnhof, wo wir uns mit anderthalbstündiger Verspätung auf die Heimreise machen durften...

Insgesamt war es eine wirklich schöne Woche. Wir haben des öfteren bemerkt, dass Asterix recht hatte, als er sagte. "Die spinnen, die Römer". Auch wenn, wie Alice letztlich schon bemerkte, die heutigen Römer natürlich nicht mehr viel mit den antiken gemein haben. Ganz normal sind die trotzdem nicht. Begonnen bei unseren Schwierigkeiten, im Supermarkt Wechselgeld zu bekommen über den Verkehr und die gelegentlich vorhandene mediterrane Gelassenheit, die sich unabsehbar mit mediterranem Temperament abwechselt...

Die Menge an Messdienern schien die Touristen und Italiener ordentlich zu beeindrucken, wir wurden während der Woche mehrfach gefragt, was das denn für eine Gruppe sei und was die denn in Rom machten. In dieser Woche habe ich also gelernt, auf italienisch sowohl die Herkunft unserer Gruppe zu erklären als auch den Weg zur nächsten Toilette (die waren erstaunlicherweise immer links von mir aus, als lautete meine Antwort immer "Il bagno è a sinistra"). Ansonsten war unsere Standardantwort gerne "sono tedesco, no parlo italiano" - nicht, dass das allerdings irgendwen davon abgehalten hätte, uns trotzdem irgendwelche Fragen zu stellen oder uns irgendwie zuzutexten. Nett lächeln und winken hilft da ;)

...a sinistra
Bild: Jannik Jung
Das Team war wieder perfekt, wir hatten glücklicherweise nicht viel zu tun und keine ernsten Ausfälle zu beklagen, und das Wetter hat auch wieder mitgespielt... Falls es jemanden interessiert, habe ich unsere Ziele auch noch mal in einer Google Map zusammengefasst.

und danke an Jannik, dass ich die Bilder nutzen durfte! :)

Kommentare:

  1. Es war Obelix und nicht Asterix der dies immer wieder sagte

    AntwortenLöschen
  2. Es war Obelix und nicht Asterix, der dies sagte ;)

    AntwortenLöschen