Donnerstag, 12. Juni 2014

Weltblutspendetag 2014 [und Tag der Organspende]

Mal ab von Babys, heiraten und Rezepten etwas, das mir wirklich wichtig ist:

Vergangenen Samstag war Tag der Organspende. Vor knapp zwei Jahren habe ich schon mal in drei Beiträgen die Unterschiede zwischen Blut- und Plasma-, Knochenmark- und Stammzellen- und Organ- und Gewebespende erklärt, worum es dabei genau geht, und wie das Ganze abläuft.Ich selber bin nach wie vor bei der DKMS registriert und auch Blutspender - wenn auch derzeit in Pause. Außerdem habe ich einen Organspendeausweis. Das Krankenhaus, in dem ich entbinden werde, bietet außerdem die Möglichkeit zur Nabelschnurblutspende. Dazu werde ich aber noch einmal gesondert etwas schreiben.

Quelle: BZgA
Ich finde es wichtig, dass man sich Gedanken dazu macht, ob und wenn ja, welche Organe man spenden will, und das auch seinen Angehörigen mitteilt. Denn die sind im Ernstfall diejenigen, die dem Arzt eine Entscheidung mitteilen müssen. Und ich möchte nicht in der Situation sein, für jemand anderen entscheiden zu müssen, auch wenn für mich selbst die Frage ganz klar ist. Am einfachsten macht man es sich mit einem Organspendeausweis. Darin kann man nicht nur angeben, ob man Organspender sein will, sondern auch, wenn man es nicht will, oder ob man nur bestimmte Organe oder Gewebe spenden will.
Übrigens: Im Gegensatz zur Blut-, Plasma- und Knochenmarkspende ist niemand von vornherein von der Spende ausgeschlossen. Ob die Organe bzw. Gewebe eines Menschen für eine Spende in Frage kommen, wird jeweils im Einzelfall überprüft.

Den Ausweis kann man übrigens hier bestellen oder direkt herunterladen.

Am kommenden Samstag ist der Weltblutspendetag. Ich hätte es selber fast vergessen, weil ich wie gesagt derzeit gar nicht spenden darf. Aber Sabine von Pixum hat mich daran erinnert. Das Pixum-Team geht am Samstag gemeinsam Blut spenden.

Blutspenden werden nicht gebraucht, damit sich Organisationen wie das DRK daran bereichern. Natürlich bezahlen die Krankenkassen für jede einzelne Konserve Geld. Aber das Material für die Abnahmen, die Snacks für Spender, Fahrten der Spendeteams, die Laboruntersuchungen, Aufbewahrung der Konserven: alles das kostet Geld. Tatsächlich werden Blutspenden dringend gebraucht:

Quelle: drk-blutspende.net

Die Wahrscheinlichkeit, selbst einmal eine Spende zu benötigen, ist also gar nicht mal so klein. Tatsächlich liegt sie bei ca. 80%! tatsächlich ist es so, dass jeden Tag ungefähr 150.000 Konserven benötigt werden, aber nur 3,5% der Menschen, die Blut spenden könnten, auch wirklich spenden.

Bei der einzelnen Spende werden etwa 500ml Blut entnommen. Das entspricht in etwa einem Zehntel der Gesamtblutmenge eines gesunden Erwachsenen. Das kann man also gut verkraften, und innerhalb einer Woche hat der Körper es auch wieder ersetzt. Aus einer einzigen Spende können bis zu drei Konserven entstehen! Blut spenden darf generell erst mal jeder zwischen 18 und 65 Jahren, der mindestens 50 kg wiegt.

Was danach mit dem Blut passiert, hat das DRK in einem Video zusammengefasst:


Also bitte, wenn Ihr könnt und dürft, geht Blut spenden! Wenn nicht unbedingt am Samstag, dann an einem anderen Termin. Die Blutspendetermine in Eurer Nähe und weitere Infos findet Ihr auf der Seite der BZgA.

Danke!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen