Dienstag, 29. Juli 2014

Gesehen: Saving Mr. Banks

Am Samstagabend haben die bessere Hälfte und ich einen Filmabend gemacht. Im Bett. Mit Chips und Schokolade, Ginger Ale für mich und Cola für den Liebsten. Sodom und Gomorrha! Aber keine Krümel im Bett!

Gespielt wurde "Saving Mr. Banks". Den hätte ich gern schon im Kino gesehen, und als die bessere Hälfte am Montag ein dringendes DVD-Kaufbedürfnis überfiel, bat ich ihn, mir eben jenen Film mitzubringen. So viel kann ich verraten: Gelohnt hat es sich allemal.

Kurz zusammengefasst geht es in Saving Mr. Banks um die Verfilmung von Mary Poppins. Wir erinnern uns: Mary Poppins, der tolle Musical-Kinderfilm von Disney mit Julie Andrews und Dick van Dyke in den Hauptrollen, dessen Lieder fast alle Ohrwürmer sind.

Mary Poppins basiert auf den gleichnamigen Kinderbüchern der Autorin P. L. Travers (gespielt von Emma Thompson), die mit der Verfilmung nicht einverstanden war und deswegen 20 Jahre lang von Walt Disney (gespielt von Tom Hanks) gebeten und angebettelt wird, ihm die Filmrechte zu übertragen. Schließlich willigt sie ein, aber nur mit umfangreichen Mitbestimmungsrechten am Drehbuch. In Saving Mr. Banks geht es genau um die Arbeit am Drehbuch: Die Ideen zur Umsetzung, die Szenen, die Besetzung, die Musik - nichts davon gefällt der Autorin, und sie macht den Drehbuch- und Liederschreibern das Leben wirklich schwer. Am Ende - das wissen wir alle - gelingt es Walt Disney, sie doch zur Verfilmung zu überreden, indem er erkennt, worum es in Mary Poppins wirklich geht.

P. L. Travers scheint eine eher schwierige Person gewesen zu sein. Zwischendurch habe ich mich gefragt, wie so jemand eine Mary Poppins zu Stande bringen konnte. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen: Der Film erklärt es. Mit vielen Rückblenden wird die Kindheit von P. L. Travers mit dem eigentlichen Handlungsstrang verflochten und so die Entstehung der Figur erklärt. Am Ende ist dann auch klar, warum der Film "Saving Mr. Banks" heißt.

Mein Fazit: "Schöner Film" (übrigens auch das der besseren Hälfte). Tom Hanks passt wunderbar in die Rolle des Walt Disney, und Emma Thompson ist eine hervorragende Besetzung für die etwas verschrobene, aber doch weichherzige P. L. Travers. Lohnt sich, wenn man Mary Poppins und Tom Hanks mag (und wer mag die nicht!).


Kommentare:

  1. Interessanter Film... weiß aber nicht ob ic ihn gucken wollen würde.

    Ich hatte mich im Anglistik/Amerikanistik Hauptstudium auf Kinderliteratur festgelegt und mit der Zeit verloren all die wundervollen Bücher ein bisschen an Romantik, denn die meisten Schriftsteller des 19. Jahrhunderts haben mit unserer Astrid-Lindgren-Kinderbuchautorin-Vorstellung nichts gemeinsam. Manche Sachen sollte man echt nicht tot analysieren *mimimi*

    AntwortenLöschen
  2. So ging es mir in der Schule schon immer mit der ganzen Literatur, deswegen hab ich das in der Schule gehasst...

    AntwortenLöschen