Donnerstag, 24. Juli 2014

Just married

So schnell geht das, und auf einmal bleibt alles anders.




Am Montag war es dann so weit... Ich hatte was neues (ne ganze Menge sogar: Kleid, Schuhe, Kette), was altes (Ohrringe und Uhr), etwas geliehenes (die Tasche von der Mutter einer Freundin) und etwas blaues (auch davon eine Menge: die Blumen in meinem Strauß, meine Schuhschleifen, meine Jacke).

Eigentlich war ich die ganze Zeit ziemlich entspannt. Zumindest, bis wir auf der Autobahn waren. Die standesamtliche Trauung fand ja in meinem Heimatstandesamt statt, immerhin ne knappe Stunde Fahrt von unserem Wohnort. Normalerweise ist das locker zu schaffen. Nur hatte Petrus (oder wer auch sonst fürs Wetter zuständig ist), entschieden, ausgerechnet am Montagmorgen den Monsun ins Rheinland zu verlegen. Es hat so heftig geschüttet, dass wir auf der Autobahn stellenweise nur 30 km/h fahren konnten. Trotz relativ großzügiger Zeitreserve wären wir also fast zu spät zu unserer eigenen Hochzeit gekommen...

Letztlich hat aber alles geklappt, und wir haben trotz kurzem Toilettenausflug und Aufzugrundreise im Rathaus schließlich noch rechtzeitig den Trausaal erreicht. Die standesamtliche Geschichte an sich geht ja ratzfatz, trotz Rede der Standesbeamtin, Unterschriften aller Beteiligten, Ringtausch, Urkunden undsoweiter. Das klassische "willst Du..." gibts ja nur in der Kirche, aber wir haben also beide unseren freien Willen zu dieser Eheschließung bekundet, und nach knappen 20 Minuten waren wir dann schon verheiratet.

Dafür der ganze Zinnober... ;)

Vor dem Standesamt erwartete uns ein kleines Mullbindenspalier. Wir sind ja beide ehrenamtlich in derselben Hilfsorganisation tätig, und trotz unpraktischer Uhrzeit und fiesem Wetter haben sich an diesem Montagvormittag einige Leute aus unseren beiden Ortsgliederungen und drei meiner Arbeitskollegen auf den Weg gemacht, um uns zu gratulieren. Auch wenn ich vorher immer gesagt hab, dass ich niemanden da sehen will, hab ich mich am Ende dann doch sehr darüber gefreut. Dankenswerterweise hatte meine Mutter auch einen kleinen Sektempfang vorbereitet, so dass wir dann auch anstoßen und ein bisschen vorab feiern konnten, bevor es mit den geladenen Gästen zum Mittagessen ging.

Auch für die Tischdeko hat meine Mutter sich noch echt in Zeug gelegt, und den ganzen Sonntag lang gebacken und dekoriert. Leider hab ich zum Einen vergessen, den Tisch zu fotografieren (merke fürs nächste Mal: Leute mit Fotos machen beauftragen), und zum anderen hatte der Fondant unter dem warm-feuchten Wetter gelitten, deswegen gibt es nur ein Foto von einem Teil der ganzen Chose von hinterher:




Unsere Gesellschaft war gewollt klein: Eltern, Großeltern, Trauzeugen, mehr nicht. Die richtige Feier gibt es dann zur Traufe, also der kirchlichen Trauung und Taufe im nächsten Jahr. Leider scheint es Leute zu geben, die das nicht akzeptieren können und beleidigt sind, dass sie nicht eingeladen wurden. Traurig eigentlich. Aber am Ende wissen wir, was wir davon zu halten haben...

Tjoa, nach dem Essen ging es zurück nach Hause, und den ersten Abend als Ehepaar haben wir vollkommen unglamourös mit einer DVD auf dem Sofa verbracht... Geändert hat sich gefühlt nicht viel. "Mein Freund" (a.k.a. "die bessere Hälfte") ist jetzt "mein Mann". Ich muss mich allerdings noch an den neuen Nachnamen gewöhnen. Da meine Bankkarten noch nicht getauscht sind, und der neue Perso auch erst in zwei Wochen da ist, muss ich gerade im Moment noch jedes Mal nachdenken, wie ich richtig unterschreibe.

Event Nummer eins ist geschafft, am Sonntag gehts in den Mini-Moon. Danach mache ich dann mal weiter mit Babykram - das Kinderzimmer renovieren und einrichten, Babyausstattung besorgen etc. - und Planung der Feier im Juni. Damit kann man ja auch nicht früh genug anfangen, zumindest, was Gästeliste, Raum, Deko und so angeht...

Kommentare:

  1. Nochmal hier: Alles Liebe und Gute für Euch!!

    Leider gibt es ja immer irgendjemanden, der beleidigt ist, egal wie Du das mit der Hochzeit händelst... Hauptsache Euch hat es gefallen und ging es gut dabei.

    LG

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  2. Lieben Dank :)

    Uns ging und geht es ganz prima damit :) Der Kreis war ja definiert klein, und wer das nicht akzeptieren kann, kann mir (sorry) dann auch gestohlen bleiben.

    LG

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  3. Hier auch noch mal: Alles, alles Liebe & Gute... euch Dreien :) Ich glaube es wurde noch nie eine Hochzeit gefeiert bei der nicht irgendwer was zu bemeckern hatte. Aber ehrlich gesagt, finde ich gut, dass wir das noch merken, auch wenn es uns nervt/stört. Wenn mir jemand erzählt ihm sei egal was alle anderen denken, es müsse ja nur ihm bzw. ihnen als Brautpaar gefallen, denke ich mir, dann wäre wohl auch eine Feier allein zu Zweit das Richtige gewesen. Man feiert ja eben auch für die anderen, finde ich :) Und so soll es sein. Euer kleines, familiäres Fest klingt für mich total super und die große Party nächstes Jahr wird das bestimmt NOCH toppen - und dann kriegen sich die Leute gewiss auch wieder ein.

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