Donnerstag, 14. August 2014

Gelesen: Morgen kommt ein neuer Himmel

Die Mutter der besseren Hälfte hatte Geburtstag, und als ich für sie einen Büchergutschein erstehen sollte, fiel mir ein, dass ich selbst noch einen hab. Den hab ich dann kurzerhand investiert, und zwei Bücher gekauft: Weit weg und ganz nah von Jojo Moyes und "Morgen kommt ein neuer Himmel" von Lori Nelson Spielman.

Dieses hat mich hauptsächlich wegen des Covers angesprochen, und im Nachhinein muss ich sagen, dass es kein Fehler war. Nach den ganzen Krimis in der letzten Zeit war mal wieder ein bisschen Herzschmerz dran...

Das sagt der Klappentext:
Können Träume glücklich machen? Eine Mutter zeigt ihrer Tochter den Weg, ihre wahren Träume zu verwirklichen.
Ein berührender Roman über die eine Liebe, die uns ein Leben lang nicht verlässt.
Wer verscheucht die Monster aus unseren Albträumen?
Wer tröstet uns bei Liebeskummer?
Und wer kennt uns besser, als wir uns selber kennen?
Als Brett 14 Jahre alt war, hatte sie noch große Pläne für ihr Leben, festgehalten auf einer Liste mit Lebenszielen. Heute, mit 34 Jahren, ist die Liste vergessen und Brett mit dem zufrieden, was sie hat: einen Freund, einen Job, eine schicke Wohnung.
Doch als ihre Mutter Elizabeth stirbt, taucht die Liste wieder auf: Aus dem Mülleimer gefischt, hat ihre Mutter die Liste aufgehoben, und deren Erfüllung zur Bedingung gemacht, damit Brett ihr Erbe erhält und zwar innerhalb von 12 Monaten.
Aber Brett ist nicht mehr das Mädchen von damals. Ein Baby bekommen? Das hat sie schon lange ad acta gelegt. Ein Pferd kaufen? In ihrer Wohnung sind nicht mal Haustiere erlaubt. Eine gute Beziehung zu ihrem Vater aufbauen? Ha der ist seit sieben Jahren tot. Sich verlieben? Die einzig wahre, große Liebe gibt es doch nur im Film.
Um sie bei der Erfüllung ihrer Ziele zu unterstützen, hat ihre Mutter Brett mehrere Briefe hinterlassen. Wütend, enttäuscht und verletzt liest Brett den ersten Brief und ist überwältigt von der liebevollen und fürsorglichen Nachricht ihrer Mutter, die gespürt hat, dass Brett in ihrem Leben nicht glücklich ist. Die Briefe ihrer Mutter rufen Brett dazu auf, ihre Träume nicht aufzugeben und ihr Leben in die Hand zu nehmen denn nur sie selbst kann es ändern
Kann Elizabeth ihrer Tochter dabei helfen, sich selbst wiederzufinden?
Tatsächlich passiert auch nicht viel mehr als der Klappentext schon verrät. Aber die Geschichte ist so schön erzählt, dass ich das Buch kaum aus der Hand gelegt habe, bis ich wusste, ob Brett ihre Liste erfüllt oder nicht. Einige der Punkte darauf stellen sich dabei als ganz schön knifflig heraus, und am Ende ist doch einiges anders als man es vielleicht die ganze Zeit gedacht hätte. Brett ist dabei eine sehr sympathische Figur, und gelegentlich wollte ich sie packen und schütteln, weil sie so naheliegendes einfach nicht sieht. Aber so geht es uns ja allen manchmal. Genau deswegen fand ich das Buch auch so schön. Nicht, weil wir alle Erbinnen eines Kosmetik-Imperiums sind, sondern weil wir doch alle Träume hatten, die wir ad acta gelegt haben. Und manchmal sollte man sich vielleicht einfach mal wieder daran erinnern...

Ein bisschen Schnulze muss manchmal eben sein, und "Morgen kommt ein neuer Himmel" ist definitiv eine von den guten.

Morgen kommt ein neuer Himmel
Fischer Krüger (2014), 368 Seiten
ISBN: 978-3810513304
eBook EUR 12,99
Broschiert EUR 14,99
Audiobook EUR 16,99

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