Freitag, 19. September 2014

gehört: Mädchenfänger

Zum Einschlafen ist bei mir immer ein Hörbuch fällig, deswegen bin ich sehr dankbar dafür, dass die Hörbuchauswahl, insbesondere bei Thrillern, bei Spotify immer größer wird.

Die Bücher von Jiliane Hoffman mag ich ohnehin sehr, mein Favorit ist immer Cupido gewesen, und ich sag's gleich: "Mädchenfänger" kommt da nicht ran. Das macht aber nichts, "Mädchenfänger" ist trotzdem super spannend und eine Lese- bzw. Hörempfehlung.

Das mit dem Hören muss ich allerdings gleich wieder einschränken, denn das Buch wird von Andrea Sawatzki gelesen. Vorlesepreis hin oder her, die "einzigartige" Stimme finde ich einfach nur nervig und quäkig, und bin eigentlich ziemlich froh darum, dass die Stimme so einzigartig ist.

Aber kommen wir zum Buch... Darum geht es:
Die 13-jährige Lainey verabredet sich im Chat mit ihrem Traumjungen und verschwindet spurlos. Special Agent Bobby Dees muss sie finden - und kämpft dabei gegen ein Wirrwarr an Bürokratie und Vorurteilen - und einen karrieristischen Fernsehjournalisten, der immer als erstes am Tatort auftaucht und Informationen veröffentlicht, die der Polizei noch unbekannt sind.

Das sagt der Klappentext:
P.S. Freue mich auf Morgen, lautete die letzte Botschaft von Mädchenfänger an Elaine Lainey Emerson. Seitdem ist die Zwölfjährige nicht mehr nach Hause gekommen.
Als FBI Agent Bob Dees diese Nachricht auf ihrem Computer findet, weiß er, dass seine schlimmsten Befürchtungen wahr geworden sind - Lainey ist in der Gewalt eines Killers.
Zunächst führen alle Spuren ins Nichts. Bis Bobby ein schreckliches Gemälde zugespielt wird: Es zeigt eine junge Frau, die gefoltert wird. Sie hat kein Gesicht, doch in einer Ecke des Bildes erkennt er Laineys Schultasche
Mit dem Thema "Online-Dating" hat Jiliane Hoffman ein aktuelles Thema getroffen. Die wenigsten Eltern wissen wohl ganz genau, was ihre Kinder so im Internet veranstalten (meine wussten es ja auch nicht), und dass Jugendliche im Internet oft viel zu vertrauensselig sind, wird immer wieder bewiesen. Durch ihre Vergangenheit als Staatsanwältin kennt sich Jiliane Hoffman im Justizsystem in Florida gut aus - das merkt man in ihren Büchern immer wieder. Ein Gutteil der Spannung in "Mädchenfänger" ist auch der Verirrung zwischen FBI, städtischer und County- und Staatspolizei geschuldet. Dazu ein A**** von einem Journalisten, der die Ermittlungen eher behindert als fördert, und einige Spuren, die jedes Mal ins Leere laufen. Am Ende kommt dann doch alles anders als man die ganze Zeit dachte, und trotz einiger Leichen gibt es "irgendwie" ein Happy End.

Insgesamt - trotz Andrea Sawatzki - von vorne bis hinten spannend und eindeutig lohnenswert.


Argon Verlag (2012), 7 Stunden, 50 Minuten
ISBN 978-3839890764
Hörbuch, Taschenbuch, eBook: 9,99€

Kommentare:

  1. Ich fand sämtliche Jillian Bücher nach Cupido ja nur noch schlecht... Mädchenfänger steht mir noch bevor und ich werde es gewiss irgendwann hören, einfach weil es so schön leichte Kost ist. Aber Swatzki kannn ich mir als Vorleserin auch nur in sehr kleinen Dosen geben...

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  2. Ich hab ja immer Hoffnung, dass da noch mal was Gutes kommt. Den Klappentexten kann man das ja leider nicht entnehmen, deswegen wage ich mich jedes Mal wieder ran. Und so schlecht, dass man mittendrin aufhört, sind sie ja dann auch wieder nicht...

    Frau Sawatzki finde ich nicht nur als Vorleserin schwer erträglich. In "das Experiment" fand ich sie auch ganz furchtbar, und "Die Apothekerin" wäre bestimmt eine gute Buchverfilmung geworden, wenn man sich eine andere Apothekerin gesucht hätte...

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