Montag, 24. November 2014

Babykram: *Wochenrückblick*

Der normale Wochenrückblick lohnt diese Woche nicht, ich hab ja quasi nix anderes gemacht als mich über das Glückskind zu freuen, mich drum kümmern und zu schlafen. Überhaupt wird der Babykram hier in nächster Zeit logischerweise zunehmen. Wen's stört, der brauchts ja nicht lesen...

Die erste Woche mit Baby hat einige Erkenntnisse gebracht:

  • das Glückskind ist ein total entspanntes Kind mit einer sehr angenehmen Stimme, auch wenn er mal (was wirklich selten ist) schreit
  • bis auf die erste Nacht zu Hause hat mir das Glückskind bis jetzt immer 3-4 Stunden Schlaf am Stück gegönnt, und die Essensunterbrechung auch sehr kurz gehalten
  • erst Windeln wechseln und dann stillen verkürzt die nächtliche Aktivität ganz erheblich
  • das Glückskind hat für seine Größe riesige Hände und Füße
  • es ist ein Mimikclown, auch wenn es schläft - und hat dabei verblüffende Ähnlichkeit mit seinem Papa
  • die angeblich für Kinder ab 3,0 kg gedachten Stoffwindeln sind auch in der kleinsten Einstellung für das ja immerhin 700g schwerere Glückskind zu groß. Das Ergebnis ist, dass die Windel natürlich prompt ausgelaufen ist und wir für die erste Zeit doch wieder auf Einmalwindeln umsteigen müssen
  • eine Stillberaterin taugt nur was, wenn sie auch berät. Wenn die Hebamme angesichts des Resultates die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, weil ich kurz vor ner Brustentzündung stehe, und das Glückskind Blähungen bekommt, weil es falsch angelegt wird, hat sie ihren Job anscheinend nicht richtig gemacht
  • "nach der Geburt sind 5-8 kg direkt wieder weg" - bla bla. Ich hab erst mal gut 5 kg Wasser eingelagert, das ich jetzt allmählich wieder loswerde
  • wenn man vor dem Stillen zu wenig getrunken hat, ist dieselbe Menge beim Stillen erst recht zu wenig.
  • "Wochenbett" heißt so, weil man sich ausruhen soll. Tut man das nicht, bekommt man spätestens abends die Quittung. Und eine kleine Runde um den Block kann auch schon viel sein.
  • auch, wenn man es besser weiß: man muss trotzdem andauernd überprüfen, ob das Baby noch atmet
  • die Beschäftigung für die Stillzeit liegt immer ausgerechnet auf der Seite, wo auch das Baby liegt
  • dass der hormonabfallbedingte Baby-Blues ausgerechnet mit der Entlassung aus dem Krankenhaus zusammenfällt, ist irgendwie ungünstig
  • ich bin unsagbar dankbar für die nachbetreuende Hebamme und die Elternzeit der besseren Hälfte
  • wie könnte es anders sein: ein Baby zu bekommen bewirkt eine riesige Bürokratie. Elterngeldstelle (Familienkasse des Kreises), Mutterschaftsgeldstelle (Krankenkasse), Kindergeldstelle (Familienkasse bei der Arbeitsagentur) - alle brauchen nahezu dieselben Unterlagen. Wäre ja vermutlich zu einfach, das alles über eine Stelle zu machen. Dazu kommt noch der Arbeitgeber, der ja auch eine Info braucht...


1 Woche Baby sein:
Lieblingsbeschäftigung: Schlafen
Mama- oder Papakind: Mama
Das mag ich: auf Mamas oder Papas Brust einschlafen
Das mag ich gar nicht: Sachen über den Kopf gezogen bekommen
Das ist neu: alles

1 Woche Mama sein:
Neue Erkenntnisse: ich bin zum Glück nicht die einzige, die ihr Kind mal zurückgeben wollte
Schreckmoment: zum Glück keiner
Dafür fehlt die Zeit: ungefähr alles, was man sich vornimmt für "wenn er schläft"
Der glücklichste Moment: immer, wenn das Glückskind mich anguckt
Nächte/Schlaf: immer drei bis vier Stunden am Stück, das ist ok
Darauf freue ich mich: endlich wieder ohne Schmerzen sitzen können
Das macht Mama glücklich: das Glückskind anzugucken. Wirklich :)

Kommentare:

  1. Das ist der entspannteste Rückblick den ich je von einer Neu-Mami gelesen habe. Chapeau. Und es freut mich riesig für euch <3

    AntwortenLöschen
  2. Entspannte Eltern, entspanntes Kind. So sollte es sein. Großartig.

    Dass mit der fast Brustentzündung ist natürlich ätzend.

    Ich hatte nach der Geburt der Miss direkt 10 kilos verloren. ;) Aber ich habe ja auch 21 zugenommen.... *hüstel*

    LG

    AntwortenLöschen