Freitag, 16. Januar 2015

Gelesen: Letzte Worte

Jetzt wo das Kind mal sagenhafte 11 Stunden geschlafen hat (und schon wieder schläft), komme ich mal dazu, einen der Beiträge aus dem Entwürfe-Ordner fertig zu schreiben...

Karin Slaughter: Letzte Worte

Noch während der Schwangerschaft hab ich ja einiges gelesen, ich hatte ja Zeit. Dabei hab ich auch mal wieder Karin Slaughter zwischengehabt, deren Nachname bisher ein Garant für den Inhalt ihrer Bücher verrät. Nomen est omen sozusagen. Bei "Letzte Worte" war das nicht so - es war vergleichsweise unblutig. Aber auch vergleichsweise unspannend...

Klappentext:
"Die Wahrheit stirbt zuerst ...
Ein totes Mädchen am See. Ein gefälschter Abschiedsbrief. Der vermeintliche Mörder ist schnell gefasst. Er gesteht – und bringt sich dann in seiner Zelle um. Zuvor jedoch schreibt er mit seinem Blut an die Zellenwand: »Ich war’s nicht.« Als Sara Linton davon erfährt, ist sie außer sich. Die Polizistin Lena Adams muss den geistig behinderten Jungen zu dem falschen Geständnis und in den Selbstmord getrieben haben. Sara Linton will Lena ein für alle Mal aus dem Verkehr ziehen und bittet den GBI-Ermittler Will Trent um Hilfe.
Jeff Tollivers Expartnerin Lena Adams im Kreuzfeuer."
Joa, also Sara Linton verschlägt es mal wieder nach Grant County, eigentlich nur, um vier Tage lang ihre Eltern zu besuchen. Tatsächlich - wie sollte es anders sein - wird sie aber wieder in eine polizeiliche Ermittlung verwickelt, an der - was für ein Zufall - auch Lena Adams und Will Trent beteiligt sind. Und natürlich geht es wieder um Jeffrey Tolliver, der immer noch wie ein Geist über allem schwebt.

Um ehrlich zu sein: das war nix. Sara und ihre Familie haben Jeffreys Tod kein Stück verarbeitet, Sara versucht immer noch, sich an Lena zu rächen, Will Trent verarbeitet immer noch seine Kindheit, und die ganze Polizei in Heartsdale ist ein korrupter rassistische Haufen, seit Chief Tolliver nicht mehr für Ordnung sorgt - und Lena und Sara sind die einzigen, die es merken. Das ist mir für einen Thriller zu viel Psychologie. Eigentlich geht es nämlich im ganzen Buch hauptsächlich um die Psychogramme der Beteiligten, und nur wenig um den Fall selbst. Der hat dementsprechend leider nicht so furchtbar viel zu bieten und ist mit dem Klappentext schon erzählt.

Also, um es kurz zu machen: "Letzte Worte" ist meiner Meinung nach das bislang schlechteste Buch von Karin Slaughter. Ich hoffe sehr, dass sich das wieder ändert und Frau Slaughter wieder vom Psychodrama zum Thriller zurückfindet - auch wenn die gerne weniger brutal sein dürfen...

Letzte Worte
Blanvalet, 2014, 512 Seiten
ISBN: 978-3442378166
Taschenbuch: 9,99€
gebundene Ausgabe: 19,99€
Hörbuch: 14,99€
eBook: 8,99€

1 Kommentar:

  1. Eigentlich bin ich ein Fan der Slaughter-Bücher. Aber dieses wurde so zerrissen, dass ich es einfach mal auslasse. Deine Rezi bestätigt das nur ;)

    LG

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