Sonntag, 16. August 2015

Kita-Eingewöhnung Tag 3, 4 & 5

Der Mittwoch lief wie der Dienstag: wir kamen in die Kita, das Glückskind kam zur Erzieherin und ich war erst mal abgeschrieben. Alles gut also. Nach einer Stunde wurde das Kind müde, wir haben seine Sachen in die Schränke eingeräumt und sind nach Hause gegangen. Für den nächsten Tag war dann geplant, zum ersten Mal eine Trennung zu probieren, da waren wir auch alle optimistisch.

Am Donnerstag war der Bewegungsraum der Gruppe offen, weil das Wetter zu fies war, um mit den Kleinen rauszugehen. Irgendwie waren die Kinder in einer komischen Stimmung, und es war sehr laut im Bewegungsraum, so dass es dem Glückskind bald schon zu viel war. Das zeigt er aber nur durch Augenreiben und indem er sich am Kopf kratzt. Nach einer halben Stunde wollten wir trotzdem die Trennung probieren. Ich habe mich von ihm verabschiedet und ihn wieder an die Erzieherin zurückgereicht. Da fing er schon an zu weinen, aber wir haben erst mal versucht, ob es klappt. Ich saß also im Nebenraum und mir zerriss es das Herz, weil mein Kind weinte und sich immer weiter steigerte. Nach zwei Minuten (die mir wie eine Ewigkeit vorkamen) beruhigte er sich erst mal, fing dann aber schnell wieder an zu weinen. Das Ganze ging so zehn Minuten, dann wurde ich wieder reingeholt und nahm mein völlig aufgelöstes Kind in Empfang. Leider hatte die Erzieherin ihm keinen Schnuller angeboten, weil wir darüber vorher nicht gesprochen hatten. Auch wenn es jetzt so klingt, ich mache der Erzieherin keinen Vorwurf! So eine Trennung ist schwer und läuft wohl bei den wenigsten Kindern ohne Tränen ab, da müssen wir beide durch. Und bei der Nachbesprechung merkte man, dass auch die Erzieherin überrascht war, dass er so negativ reagiert hat.

Am Freitag wollten wir es dann noch mal versuchen, schon um das Ritual zu etablieren. Das Kind spielte erst mal ein paar Minuten, während ich im Raum war, dann habe ich mich verabschiedet und bin in den Nebenraum gegangen. Diesmal blieb alles entspannt, ich sollte nach fünf Minuten selbst wieder reinkommen, blieb dann aber erst mal so stehen, dass er mich nicht sehen konnte. Er guckte zwar ein paar Mal zu dem Platz, wo ich vorher saß, spielte dann aber ganz normal weiter. Alles gut also.

Für die kommende Woche wollen wir mal versuchen, ob er dort schläft.

Indessen hadere ich mit unseren Stoffwindeln. Die Erzieherinnen sind völlig bereit, es zu probieren und waren dafür völlig offen. Da wir die Windeln fertig in die Kita bringen und dort beim Wechsel nur das Vlies entsorgt wird, mache ich mir da auch eigentlich keine Gedanken. Manchmal passiert es aber, dass das Vlies verrutscht, und das ist natürlich gerade beim großen Geschäft nicht so schön. Hier kann man das sofort auswaschen, das ist in der Kita dann eher nicht der Fall, denn die Erzieherinnen müssen sich ja auch noch um andere Kinder kümmern... Im Moment ist die bessere Hälfte überzeugter als ich, der noch vor ein paar Wochen lieber Pampers genommen hat als Stoffwindeln zu benutzen...



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